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Klimakrise: Wie holen wir CO2 wieder aus der Atmosphäre?

2025 wurde erneut so viel CO2 ausgestoßen wie in keinem Jahr zuvor. Einen Teil davon kann man wieder loswerden. Ein Methodencheck.

Von Julius Seibt

Achtunddreißig Milliarden Tonnen: so viel CO2 stößt die Menschheit etwa in die Atmosphäre aus, Jahr für Jahr. Doch zumindest einen ganz kleinen Teil des Kohlenstoffs holt sie wieder zurück: rund zwei Milliarden Tonnen CO2 werden der Atmosphäre jährlich wieder entzogen – durch CDR. Hinter dem Kürzel für „Carbon Dioxide Removal“, also Kohlenstoffentnahme, steckensämtliche Methoden, mit denen CO2 aus der Luft geholt werden kann – von klassischen Ansätzen wie Aufforstung bis zu Technologien, die noch in der Entwicklung stecken. Und ohne CO2-Entnahme wird sich die Klimakrise nicht bändigen lassen.

Trotzdem: „Mit Abstand am wichtigsten ist es, die Emissionen zu senken“, sagt Felix Havermann, Wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsprogramms CDRterra an der LMU München. Ex­per­t:in­nen betonen immer wieder, Kohlenstoffentnahme dürfe keine Ausrede sein, um die radikale Senkung des CO2-Ausstoßes einfach vom Programm zu nehmen. Auch wenn fossile Energieproduzenten CDR für genau diese Argumentation immer wieder missbrauchen, um ihr Geschäftsmodell zu retten.

Das macht die Forschung zu den Entnahmemethoden aber nicht überflüssig. „Ohne Kohlenstoffentnahme gibt es keine Netto-Null oder netto-negativen Emissionen“, sagt Felix Havermann. Denn eine Welt, in der gar kein CO2 mehr ausgestoßen wird, wird es nicht geben. Daher muss zukünftig jedes ausgestoßene Gramm an anderer Stelle wieder eingefangen werden.

„In extrem optimistischen Szenarien gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2050 etwa neun Gigatonnen CO2 pro Jahr durch CDR aus der Atmosphäre holen können“, sagt Havermann. Viel zu wenig, um unseren aktuellen CO2-Ausstoß auszugleichen. Auch das zeigt: Der Kohlenstoffausstoß muss runter, denn Kohlenstoffentnahme wird nur die wirklich unvermeidbaren Emissionen ausgleichen können.

Eine einfache Lösung gibt es dabei nicht. „Es wird ein Portfolio an CDR-Methoden brauchen, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen“, sagt Felix Havermann. Nur: Welche konkreten Methoden verstecken sich hinter dem Kürzel CDR und wie groß kann ihre Rolle im Kampf gegen den Klimawandel sein? Hier stellen wir sechs Ideen vor.

Die Low-Tech-Option: Aufforstung

Wie funktioniert’s?

Die wohl am leichtesten verständliche Methode zur Kohlenstoffentnahme: Bäume speichern CO2. Darum entzieht Anpflanzen neuer Wälder der Atmosphäre CO2. So einfach ist diese CDR-Methode im Prinzip. Leider wird es in der Praxis etwas komplizierter.

Was bringt es wirklich?

Aufforstung erledigt schon heute über fünfzig Prozent der weltweiten CO2-Entnahme. Gemeinsam mit zwei weiteren naturnahen Methoden, verbessertem Waldmanagement und der Wiedervernässung von Mooren sind es sogar so gut wie hundert Prozent. Kein Wunder: Das Pflanzen von Bäumen ist keine Technologie, die noch jahrelang teuer entwickelt werden müsste, sondern altbekannt und günstig.

Darüber hinaus bringen neue Wälder zusätzlich zur der CO2-Einsparung eine Menge positiver Nebeneffekte mit sich. Sie können, klug angelegt, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen sein. Sie können degradierte Böden wieder aufwerten, Wasserzyklen regulieren und nicht nur global, sondern auch lokal Temperaturen senken.

Trotzdem: Die langfristige CO2-Speicherung von Wäldern ist im Vergleich mit anderen Methoden ziemlich unsicher. „Brände, Dürren oder illegale Abholzung: Es gibt viele Wege, wie der in einem Wald gespeicherte Kohlenstoff außerplanmäßig wieder in die Atmosphäre gelangen kann“, sagt Felix Havermann.

Klar ist auch, dass viele Waldbesitzer ihr Holz nicht ewig wachsen lassen, sondern wirtschaftlich nutzen wollen. Werden die gefällten Bäume zu Brennholz verarbeitet, verschwindet das gebundene CO2wieder in die Atmosphäre und der CDR-Effekt ist dahin. Besser ist es, das gewonnene Holz als Baumaterial zu nutzen, das viele Jahrzehnte oder im besten Fall Jahrhunderte bestehen bleibt.

Im Optimalfall bliebe der Wald größtenteils sich selbst überlassen, denn große, alte Bäume speichern am meisten CO2. Doch jeder Wald braucht Fläche – Fläche, die für andere Nutzungen ausfällt. So entstehen Landnutzungskonflikte, vor allem zwischen Aufforstung und Landwirtschaft. Je mehr eine Volkswirtschaft aufforstet, desto weniger landwirtschaftliche Erträge wird sie erzielen.

Blickt man auf die globale Balance von Auf- und Abholzung, kann von Kohlenstoffentnahme durch Aufforstung nicht die Rede sein: Für den Zeitraum von 2015 bis 2025 schätzt die UN-Landwirtschaftsorganisation einen jährlichen globalen Waldverlust von knapp 7 Millionen Hektar, etwas weniger als die Fläche Bayerns. Weltweit wird also noch immer weniger Wald gepflanzt als gerodet.

Und was kostet’s?

Aufforstung zählt zu den günstigsten CDR-Methoden. Die genauen Preise schwanken je nach Lage des Aufforstungsprojektes stark, liegen typischerweise aber bei ca. 100 Dollar pro gespeicherter Tonne CO2.

Das Fazit des Experten „Aufforstung ist günstig und theoretisch schnell machbar – aber wie lange das im Wald gespeicherte CO2der Atmosphäre wirklich fernbleibt, ist unsicher. Trotzdem lohnt es sich für das Klima und richtig gemacht auch für den Umweltschutz, möglichst viele Bäume zu pflanzen“, sagt Felix Havermann von der LMU München.

Der Speicher auf dem Feld: Gesteigerte Gesteinsverwitterung

Wie funktioniert’s?

Wer seine Feinde aufhalten will, legt ihnen Steine in den Weg. Wer den Klimawandel aufhalten will, legt Steine auf den Acker. Hinter der Idee steckt ein natürlicher Prozess: Gestein reagiert chemisch mit Regenwasser, das im Fallen CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt. Dabei verbindet sich das atmosphärische CO2 mit den Mineralien im Gestein. Kurz gesagt: Das Gestein verwittert. Das einmal an die Gesteinsmineralien gebundene CO2 landet langfristig im Grundwasser oder im Meer und bleibt der Atmosphäre über Jahrtausende entzogen.

Die Entnahmemethode der gesteigerten Gesteinsverwitterung – auf Englisch „Enhanced Rock Waethering“ (ERW) – beruht darauf, diesen natürlichen Prozess zu beschleunigen. Dafür wird feines Gesteinsmehl auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Denn aufgrund der viel größeren Oberfläche kann eine Tonne gemahlenes Gestein auf Äckern viel schneller und viel mehr Kohlenstoff an sich binden als die gleiche Menge an natürlich vorkommendem Stein. Das verwendete Gesteinsmehl kann einerseits direkt zu Verwitterungszwecken abgebaut werden. Andererseits fällt es in vielen Steinbrüchen sowieso an und gilt bisher typischerweise als Abfallprodukt.

Was bringt es wirklich?

Den Äckern schadet das Gesteinsmehl nicht, im Gegenteil: Es ergänzt mit seinen Mineralien konventionelle Düngemittel und steigert so die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem nimmt Gesteinsverwitterung anders als beispielsweise Aufforstung keine landwirtschaftlichen Flächen weg, sodass keine Landnutzungskonflikte auftreten.

Trotzdem hat die Methode ihre Herausforderungen. Nicht jedes Gestein ist für das Verfahren gleich gut geeignet. Außerdem fallen auch durch den Transport des Gesteinsmehls Kosten und CO2-Emissionen an. „Je näher der Acker am Steinbruch liegt, desto besser“, sagt Felix Havermann.

Ein weiteres Problem ist die Messbarkeit. „Momentan ist es noch sehr schwierig, genau zu quantifizieren, wie viel Kohlenstoff der Atmosphäre durch den Einsatz von Gesteinsmehl auf einem Acker genau entzogen wird“, sagt Havermann. Dabei seien in den nächsten Jahren aber Fortschritte zu erwarten.

Und was kostet’s?

Derzeit zahlen Unternehmen etwa 360 Dollar, um eine Tonne CO2 durch Gesteinsverwitterung auszugleichen. Felix Havermann erwartet für die nächsten Jahre noch einmal deutlich fallende Preise.

Das Fazit des Experten

„Die Technologie ist gut erforscht und sowohl in Deutschland als auch global gibt es Potenziale, durch Gesteinsverwitterung viel CO2 aus der Atmosphäre zu holen. Die Methode hat gute Chancen, eine große Rolle im CDR-Mix der Zukunft zu spielen.“

Der Staubsauger der Lüfte: Direct Air Capture

Wie funktioniert’s?

Das Wort „direct“ im Namen Direct Air Capture trifft es: Keine Methode zur Kohlenstoffentnahme kommt so auf den Punkt wie diese. Wir wollen CO2 aus der Atmosphäre holen? Okay, dann bauen wir eine Maschine, die CO2 aus der Atmosphäre holt.

Etwas komplizierter wird es, wenn man sich die zugrundeliegende Technologie genauer ansieht. Denn unsere Luft enthält nur etwa 0,042 Prozent CO2. Das ist zwar deutlich mehr als vor der Industrialisierung (als der Wert noch bei 0,028 lag), bedeutet aber trotzdem, dass sehr viel Luft durch die Maschinen laufen muss.

Angesaugt wird diese typischerweise durch große Ventilatoren. In der Direct-Air-Capture-Maschine läuft sie dann, je nach Technologie, durch flüssige oder feste Filter – beispielsweise Natriumhydroxid oder künstliche Harze. Daraufhin wird der Filter erhitzt, das reine CO2 wird abgelöst und gefangen. Die Filter können wiederverwendet werden, das gefangene CO2 wird unterirdisch gespeichert, um der Atmosphäre langfristig fernzubleiben.

Was bringt es wirklich?

Ein Vorteil gegenüber anderen CDR-Methoden liegt darin, dass die Menge des abgetrennten Kohlenstoffs sich hier viel genauer messen lässt als bei anderen Methoden.

Andererseits verbraucht Direct Air Capture enorm viel Energie und lohnt sich daher wenn überhaupt nur an Standorten, an denen viel günstiger und vor allem grüner Strom zur Verfügung steht. CO2-Entnahme mit Strom, dessen Erzeugung wiederum CO2 ausstößt, ergibt keinen Sinn.

Das größte Hindernis sieht Felix Havermann aber in der fehlenden Infrastruktur für den Transport und die unterirdische Speicherung des eingefangenen Kohlenstoffs. Zwar wurde 2025 in Deutschland ein Verbot von CO2-Speicherung aufgehoben. Doch das Vorgehen ist unter Umweltverbänden umstritten, und ob es sich in Deutschland je im größeren Stil durchsetzen wird, steht in den Sternen.

Und was kostet’s?

Direct Air Capture ist extrem teuer: im Bau der Maschinen, und durch den Energieverbrauch. Eine Tonne durch DAC gespeichertes CO2 kostet auf dem Weltmarkt momentan rund 490 Dollar und somit deutlich mehr als die meisten anderen CDR-Methoden.

Entsprechend niedrig ist die Nachfrage, weshalb sich viele Start-ups momentan vor allem darauf konzentrieren, das gefangene CO2 wiederzuverwenden statt einzulagern, beispielsweise in der Herstellung von E-Fuels für Flugzeuge. Es ist zwar klimafreundlicher, wenn ein Flugzeug mit E-Fuels statt mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird. Aber echte Kohlenstoffentnahme liegt nur vor, wenn das gefangene CO2 langfristig gespeichert wird, statt es in E-Fuels wieder in die Atmosphäre zu blasen.

Das Fazit des Experten

„Direct Air Capture braucht eine große und teure Speicherinfrastruktur, um das gefangene CO2 langfristig in tiefen Bodenschichten zu speichern. Abgesehen von Norwegen gibt es global noch keine ausgebaute Infrastruktur. Bis DAC einmal eine große Rolle im CDR-Mix spielen wird, kann es also noch Jahre oder Jahrzehnte dauern.“

Der alternative Energieträger: Bioenergie mit CO2-Abscheidung

Wie funktioniert’s?

Hier treffen sich der natürliche Ansatz der Aufforstung und die Technologie der Kohlenstoffverpressung, die wir schon von der Direct-Air-Capture-Methode kennen.

Die Idee: Schnell wachsende Pflanzen wie Mais oder Raps entziehen der Atmosphäre beim Wachstum Kohlenstoff. Im nächsten Schritt werden sie zur Energie- und Wärmegewinnung verbrannt und ersetzen so fossile Energieträger. Möglicherweise kann dieser Vorgang zur CO2-Entnahmemethode werden, wenn der Kohlenstoff, der bei der Verbrennung frei wird, durch Filter abgefangen würde. Danach könnte er genau wie bei der Direct-Air-Capture-Methode unterirdisch verpresst werden.

Was bringt es wirklich?

Wie so oft verkompliziert sich die einfache Grundidee in der Praxis. Falsch wäre es Felix Havermann zufolge, im großen Stil Monokulturen anzubauen, um diese für Bioenergie mit CO2-Abscheidung zu nutzen. Das hätte negative Folgen für Böden, Wasserhaushalt und Biodiversität, zudem würden die Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen, um Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe anzubauen. Felix Havermann rät, sich auf Rest- und Abfallstoffe zu konzentrieren. „Schon heute haben wir in Deutschland das Potenzial, bis zu 25 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr abzuscheiden, indem wir Abfälle und Reststoffe verbrennen.“

Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass das abgeschiedene CO2 unterirdisch gespeichert werden kann. Wie beim Direct-Air -Capture-Verfahren stellt sich die Frage, ob die Speicherung in Deutschland im großen Stil möglich sein wird – und ob es aus Naturschutz-Perspektive wünschenswert oder zu riskant ist.

Und was kostet’s?

220 Dollar zahlt man auf dem Weltmarkt, um mit dieser Methode eine Tonne CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen.

Das Fazit des Experten

„Bei dieser Methode kann man einiges falsch machen, aber auch viel richtig. Gut umgesetzt könnte man nur mit der Verwertung von Abfällen, die sowieso da sind, viel CO2 aus der Luft holen.“

Die große Unbekannte: Künstliche Photosynthese

Wie funktioniert’s?

Eine Formel, die die meisten höchstwahrscheinlich in der Schule auswendig lernen mussten, um sie nach dem Biotest prompt wieder zu vergessen: 6H2O + 6CO2 + Licht = 6O2 + C6H12O6. Auf den ersten Blick kompliziert, beschreibt diese Formel eine ganz natürliche, Milliarden Jahre alte Methode, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu holen: Photosynthese.

Bisher ist Photosynthese Pflanzen, Algen und einigen Bakterien vorbehalten. Doch dabei muss es nicht bleiben: Wis­sen­schaft­le­r:in­nen weltweit forschen daran, künstliche Photosynthese zu ermöglichen und so atmosphärisches CO2 zu binden. Dafür braucht es spezielle Katalysatoren, die Lichtenergie aufnehmen und die chemische Reaktion anstoßen, ähnlich wie Chlorophyll im Blatt. In einem Reaktor oder auf einer beschichteten Oberfläche treffen CO2 und Wasser aufeinander, das Licht gibt den Startschuss für die Umwandlung. Am Ende entsteht eine langfristig bindende, kohlenstoffhaltige Substanz. So zumindest die Hoffnung.

Was bringt es wirklich?

Künstliche Photosynthese ist das Baby unter den hier beschriebenen CDR-Methoden. Der Ansatz hat das Forschungslabor noch nicht verlassen und eine großflächige Umsetzung ist in den nächsten Jahren aus technologischen und wirtschaftlichen Gründen kaum vorstellbar.

Darüber hinaus konzentriert sich ähnlich wie beim Verfahren zur direkten CO2-Entnahme aus der Luft ein großer Teil der Forschung darauf, künstliche Antriebsstoffe herzustellen. Auch hier gilt: Wirkliche Kohlenstoffentnahme ist es nur, wenn das gefangene CO2 langfristig gespeichert wird, anstatt es wieder in die Atmosphäre zu pulvern.

Und was kostet’s?

Künstliche Photosynthese hat kein Preisschild, da sie sich noch in der Entwicklungsphase befindet.

Das Fazit des Experten

„Vielleicht bringt es wenig, vielleicht wird es ein großes Ding: Künstliche Photosynthese ist die große Unbekannte unter den CDR-Methoden.“

Die Pyrolyse-Lösung: Pflanzenkohle

Wie funktioniert’s?

Diese Idee beruht auf einer Unterbrechung des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs. Der sieht eigentlich so aus: Pflanzen nehmen während ihres Wachstums CO2 aus der Luft auf und bauen daraus organischen Kohlenstoff. Normalerweise geriete der nach dem Absterben der Pflanze wieder in die Atmosphäre – durch Verrottung, Feuer oder Mikroben.

Dieser Kreislauf wird durch die Herstellung der Pflanzenkohle unterbrochen.

Biomasse, egal ob Sägespäne, Kirschkerne oder Pistazienschalen, wird unter Luftabschluss auf zwischen 400 und 1.000 Grad erhitzt. In diesem Pyrolyse genannten Prozess spaltet sich die Biomasse in Gase, Öle und einen festen, kohlenstoffreichen Rückstand auf. Dieser Rückstand wird Pflanzenkohle oder Biochar genannt und ist chemisch äußerst stabil. Das gebundene CO2bleibt der Atmosphäre über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende entzogen.

Was bringt es wirklich?

Pflanzenkohle hat neben der Kohlenstoffbindung einige positive Nebeneffekte: So kann sie in der Landwirtschaft die Wasseraufnahme von Böden verbessern, Nährstoffe binden und Lebensräume für Mikroorganismen schaffen. Alternativ kann sie in der Dämmung von Gebäuden eingesetzt und die bei der Pyrolyse gewonnenen Gase und Öle können häufig weiterverwendet werden.

Der Ansatz hat weniger Nachteile als einige der anderen Technologien. Aber natürlich muss die Biomasse gesammelt, getrocknet, transportiert und verarbeitet werden – und all das braucht Energie. Die Methode eignet sich vor allem dafür, sowieso abfallende pflanzliche Abfälle, also etwa Grünschnitt, Schilf und Garten- oder Erntereste zu verwenden. Wälder dafür abzuholzen oder Ackerpflanzen allein zur Kohleherstellung anzubauen, wäre kontraproduktiv. Als Düngemittel hat Pflanzenkohle in europäischen Böden einen messbaren, aber geringeren Effekt als in tropennaher Landwirtschaft.

Und was kostet’s?

Etwa 150 Dollar zahlt man momentan auf dem Weltmarkt, um eine Tonne CO2 durch die Herstellung von Pflanzenkohle aus der Atmosphäre zu holen.

Das Fazit des Experten

„Günstig, dezentral, und gut für unsere Böden: Der Einsatz von Pflanzenkohle zur Kohlenstoffentnahme hat große Potenziale, gerade in Deutschland.“

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Sonnenerde-Bild

Innovativer Durchbruch in der Pflanzenkohle-Produktion

RecyclingPortal, 89143 Blaubeuren, 29. August 2024

Die innovative Weiterentwicklung der Sonnenerde GmbH in der Produktion von Pflanzenkohle reduziert den Preis der Kohle von 1.000 €/t auf 400 €/t. 

Dieser technologische Fortschritt kommt unserem erklärten Ziel, nämlich ca. 100 €/t schon einen großen Schritt näher.

BLE
EU
BMLE
dvs

Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (DVS) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn  setzt in der Initiative „Gemeinsam stark sein – Projekte des bundesweiten Wettbewerbs 2022“ unter dem Motto: „Mit dem Klimawandel umgehen“   Pflanzenkohle in der LEADER-Aktiv-Region Dithmarschen in ihrer Klimawirkung auf den 1. Platz.

Dabei wird aus Pflanzenresten, die bei der Landschaftspflege anfallen, Kohle produziert. Sie kann als Futterzusatz oder zur Verbesserung

der Ackerböden eingesetzt werden – und speichert Kohlenstoff langfristig (siehe S. 44-45).

Gemeinsam stark sein 2022_Projekte Platz 1 Pflanzenkohle in SH Seite 44

S4F-Logo
S4F-Kongress
S4F-Vortrag

Vom 24.5. bis 26.5.2024 fand der Jahreskongress der Scientists for Future (S4F) statt und zwar im alten Plenarsaal des Bundestages in Bonn. Dort wurde auch das Grundgesetz der BRD ausgehandelt und verabschiedet. Unser Vortrag zum Thema „Potentiale von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft“ könnt Ihr hier downloaden: 

Terra_Preta_S4F in Bonn

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IFLS-Logo

Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft: Chancen und Herausforderungen

Heike Nitsch,   Frankfurt am Main, den 19.01.2023

Pflanzenkohle gehört zu den Optionen, die ein nennenswertes Potenzial haben zu Negativemissionen beizutragen. Hinzu kommt die energetische Nutzungsmöglichkeit von Abwärme, Pyrolysegas und Pyrolyseöl, um fossile Energien zu ersetzen. Pyrolyseöl kann auch stofflich verwendet werden. Ein Vorteil von Pyrolyse im Vergleich zu anderen Technologien zur Erzeugung von Negativemissionen ist, dass – zusätzlich zur CO2-Speicherung – ein Produkt mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und Anwendungsnutzen erzeugt wird. Anders als bei der Verbrennung von Biomasse gehen viele Nährstoffe nicht verloren, sondern können mit der Pflanzenkohle auf genutzte Flächen zurückgeführt werden. 

Es ist erforderlich, dass sich Politik und Öffentlichkeit mit dem Thema Pflanzenkohle verstärkt auseinandersetzen und die Chancen von Pflanzenkohle als risikoarme Senkentechnologie für die nächsten Jahrzehnte wahrnehmen und zur Umsetzung der Klimaziele nutzen. Es besteht dabei die Chance für vielfältige Synergien. Zusammen mit der Wissenschaft und Personen aus der Praxis sollte die Entwicklung von Pilotprojekten zu einer breiteren Nutzung von Pflanzenkohle vorangetrieben werden.

Pflanzenkohle_Bericht_IfLS_Rentenbank

BMEL

Das Bundesministerium nähert sich so ganz allmählich diesem wichtigen Thema und hat ein Skriptum herausgegeben unter dem Titel: Biokohle in der Pflanzenproduktion – Nutzen, Grenzen und Zielkonflikte

Der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen kommt darin zu folgenden Schlüssen: Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die langsame bis intermediäre Pyrolyse für die Herstellung von Biokohle für den Einsatz in der Pflanzenproduktion das geeignetste Verfahren. Dem Einsatz von Biokohle in der Pflanzenproduktion wird oftmals ein erhebliches Potential für die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, die Steigerung der Erträge, die Minderung negativer Umwelt­wirkungen sowie für den Klimaschutz zugesprochen…..

biokohle-pflanzenproduktion Wiss. Beirat f. Düngungsfragen

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Gärtnern fürs Klima: die Klimafarmer

Stand: 15.11.2023, 13:49 Uhr, Bericht vom SWR, Südwestrundfunk, Land und Leute RP online, SWR Heimat, Social Media-Team, Charlotte Acker 

Für die einen ist Erde lediglich der Dreck, der am Schuh hängen bleibt, doch für Klimafarmer Ron Richter ist sie viel mehr. Er stellt besondere Erde aus mikrobiologisch behandelter Pflanzenkohle und organischen Reststoffen her.

https://www.swrfernsehen.de/~embed/landesschau-rp/gaertnern-fuers-klima-die-klimafarmer-100.html?

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https://www.br.de/nachrichten/kultur/pflanzenkohle-schluessel-im-kampf-gegen-den-klimawandel,TqsT1Dr

Johannes Winkler berichtet im BR24 über Pflanzenkohle als Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel

Flyer zum Download: Terra Preta   – cool the planet – feed the world    

………mit einem Formularanhang zur Beitrittserklärung

Flyer Terra Preta

Bild-Humus

Terra Preta  +  regenerative Landwirtschaft  +  Agroforstwirtschaft

Bild_BLE

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft informiert im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zum Thema Boden: Pflanzenkohle: Das Klima schützen und Böden verbessern.

Mit Pflanzenkohle kann Kohlenstoff gespeichert und das Klima geschützt werden. Doch das ist nicht alles: Fachkundig eingesetzt hat sie positive Eigenschaften auf den Boden und das Pflanzenwachstum. Pflanzenkohle kann dabei helfen, die Landwirtschaft zukunftsfähiger zu machen und den Klimawandel zu bremsen.

https://www.praxis-agrar.de/pflanze/ackerbau/pflanzenkohle

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Artikel in der taz vom 19.05.2023

Experte über Pflanzenkohle: „Beachtliches Klimapotenzial“

Pflanzenkohle-Technologie kann laut dem Geoökologen Robert Wagner in Berlin Wärme und Strom liefern, Treibhausgase reduzieren und Böden verbessern.

https://taz.de/Experte-ueber-Pflanzenkohle/!5932353

TopAgrar-Bild

Top Agrar: CO₂ einfangen und speichern – fünf Technologiene unter der Lupe

Artikel vom 12.05.2023 von Hinrich Neumann,  Bildquelle: Hinrich Neumann

Eine neue Studie zeigt: Um CO₂ aus der Atmosphäre zu entnehmen, spielt die Biomasse eine wichtige Rolle: In Form von Energie- und Bauholz, aber auch in Form von Pflanzenkohle.

https://www.topagrar.com/energie/news/co-einfangen-und-speichern-fuenf-technologien-unter-der-lupe-13378981.html

Neben diesen allgemeinen Empfehlungen werden in der Studie für jede der fünf NET (negative emission technology) spezifische Empfehlungen formuliert. Eine Kurzfassung der Studie finden Sie hier:     https://zenodo.org/record/7867438#.ZF3sCs7P23B

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So vergraben Bauern das CO2 in ihren Böden

Bauern verdienen Geld mit Kampf gegen Klimawandel: Sie speichern Treibhausgas in den Feldern.

Die abnehmende Fruchtbarkeit der Böden ist ein grosses Problem. Nun erhalten Bauern Geld, wenn sie die Humusschicht vergrössern. Das ist auch fürs Klima gut. Artikel im Tagblatt von Andrea Söldi, 15.06.2022

https://www.tagblatt.ch/leben/landwirtschaft-klima-bauern-verdienen-geld-mit-kampf-gegen-klimawandel-sie-speichern-treibhausgas-in-den-feldern-ld.2303692

 

NABIS Eckpunkte für eine nationale Biomassestrategie

herausgegeben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/nabis-eckpunktepapier-nationale-biomassestrategie.html

„Zurück in den Stollen“ – Die Kohle muss wieder dahin, wo sie war.

HÖRENS- und SEHENSWERT: Vortrag von Hans-Peter Schmidt, Ithaka Institut, zur Pflanzenkohle (Biochar): ihre Geschichte und ihr Beitrag gegen den Klimawandel.    Wie alles begann… startet mit der Geschichte und dem Beginn von Forschung ab 2007, den ersten Feldversuchen und Studien zur  Pflanzenkohle in Europa.   Zurück in den Stollen

Für Kommunen: Das Stockholmer Modell verwendet Terra Preta als ideales Substrat für gestresste Stadtbäume. Hier lernst Du, welche Vorteile Terra Preta für die Bepflanzung von Kommunen hat und wie man das macht:  Stockholm_Biochar_Presentation /      Stockholm_Biochar_Project

Nur die „große Lösung“ funktioniert;  von Axel Don;  Titelthema aus der Reihe Carbon Farming der DLG Mitteilungen 5/2022

Wer vom Klimaschutz im Ackerbau redet und nur die CO2 Bindung in Böden meint, ist auf dem Holzweg. Zur Klimalandwirtschaft gehört auch die Verringerung von Emissionen, die von der Landwirtschaft selbst verursacht werden, meint Axel Don.DLG Mitteilung 5-22, Thünen-Institut

Badische Neueste Nachrichten berichtet: Bühler Gemeinderat stimmt Naturpark-Projekt zu: Wie Humus das Klima retten soll.   Badische Neueste Nachrichten, Sept.22

Amazonas
NATIONAL GEOGRAPHIC:  LIDAR-Scan entdeckte unbekannte Zivilisation im Amazonasgebiet

Jahrhundertelang glaubte man, der Amazonas-Regenwald sei eine riesige, von Menschenhand unberührte Wildnis, in der seit jeher nur ein paar winzige indigene Stämme leben. Neue Forschungen haben jedoch gezeigt, dass diese langjährige Annahme falsch ist, dass der Amazonas in der Tat keine unberührte Wildnis ist, sondern einst die Heimat einer monumentalen alten Zivilisation war, die in den Geschichtsbüchern völlig verschwunden ist. So zeigen die Forschungen insbesondere, dass diese Zivilisation ohne die Vorteile von Terra Preta nicht möglich gewesen wäre. Was wir jetzt über diese verlorene Zivilisation erfahren, verändert nicht nur unser Verständnis der menschlichen Geschichte völlig, sondern hat vielleicht auch die Macht, die Zukunft der Menschheit, wie wir sie kennen, zu verändern.

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Dieses Video zeigt eine Anwendung von Pflanzenkohle als Bodenhilfsstoff auf dem Hof von Landwirt Thomas Unkelbach. Durch den Einsatz in der Landwirtschaft können die betrieblichen Nährstoffkreisläufe nachhaltig und effizient verbessert werden und zusätzlich CO2 auf natürliche Weise im Boden gebunden werden: https://www.youtube.com/watch?v=3Y7oHB_I9_E

Der Fachverband Pflanzenkohle e.V. bündelt die Interessen von Experten aus Wissenschaft und Praxis zum Thema Pflanzenkohle:
https://fachverbandpflanzenkohle.org/

Albert Bates, Kathleen Draper

Cool down   –  Mit Pflanzenkohle die Klimakrise lösen?

ISBN: 978-3-96238-250-6,   Softcover, 352 Seiten übersetzt von Irina Kamara
Erscheinungstermin: 13.04.2021

Pflanzenkohle macht Böden fruchtbar, reinigt Wasser und kann als Zuschlagstoff die Eigenschaften von Stahl und Beton verbessern. Vor allem aber kann sie die Klimaerhitzung drastisch eindämmen, indem sie der Atmosphäre Kohlenstoff entzieht. Ein Buch über einen wahren Alleskönner gegen die Klimakrise.      Cool Down, Leseprobe

Die Grüne Brücke zwischen Kulturen und Bodenlebewesen bauen! Der Boden lebt – so wie Ihre Kulturen! Wollen Sie stabil ernten, auch im Klimastress, eine hohe Nährstoffausnutzung erreichen, wenig Ärger mit Unkräutern und Pflanzenkrankheiten haben, brauchen Sie Bodenleben: https://www.gruenebruecke.de/

Den Menschen und der Erde verpflichtet: Im Mittelpunkt dieser stehen die natürlichen Prozesse und die Bodenfruchtbarkeit jenseits konventioneller Düngung und Bodenbearbeitung. Zielstellung sind gute Erträge bei geringem Aufwand und einer Nachhaltigkeit für die Natur. https://humusfarming.de/

Die internationale Initiative „4 pro 1000“ besteht aus dem Zusammenschluss aller freiwilligen Interessengruppen des öffentlichen und privaten Sektors im Rahmen des Aktionsplans Lima-Paris (LPAP). Ziel der Initiative ist es zu zeigen, dass die Landwirtschaft und insbesondere die landwirtschaftlich genutzten Böden eine entscheidende Rolle in Bezug auf Ernährungssicherheit und Klimawandel spielen können: https://www.4p1000.org/

Der BfN Bodenreport: Vielfältiges Bodenleben – Grundlage für Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Herausgeber: Bundesamt für Naturschutz. Konstantinstr : https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/landwirtschaft/Dokumente/210108_BodenBioDiv-Report.pdf

Das Ithaka Institut ist ein internationales Netzwerk für Kohlenstoff-Strategien und Klimafarming. Wir entwickeln Methoden, um mithilfe von Pflanzen CO2 aus der Atmosphäre zu entziehen und dauerhaft Kohlenstoff in Materialien und landwirtschaftlichen Böden zu speichern: https://www.ithaka-institut.org/de

Die Hochschule Geisenheim University verbindet in Bildung und Forschung die Stärken von Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, den Fachhochschulen. Vielfalt und Internationalität prägen das Geisenheimer Profil. Leiterin des Instituts für angewandte Ökologie und Professur für Klimafolgenforschung ist Frau Prof. Dr. Claudia Kammann: https://www.hs-geisenheim.de/personen/person/414/

 

Landwirtschaft als Teil der Lösung: Wir wollen zeigen, wie mutige Menschen eine Form des Anbaus umsetzen, der lebendige Ökosysteme fördert, den Klimawandel abmildert und somit die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung sichern kann. In 24 Videoporträts zeigen wir Menschen und Höfe, die Pionierarbeit im Feld leisten, und lassen sie von ihren Erfahrungen und Herausforderungen erzählen: https://wirstehendrauf.org/

Thünen Report 84: Berechnung von gas- und partikelförmigen Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft von 1990 bis 2019;
Report zu Methoden und Daten; Berichterstattung 2021: https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_84.pdf

Die standorttypischen Humusgehalte des HumusCheck-Tools vom Thünen-Institut basieren auf der Annahme,dass der Status quo der Humusgehalte in Deutschland als typisch für unsere landwirtschaftlich genutzten Böden anzusehen ist. HumusCheck ermöglicht eine
vergleichende Einordnung der eigenen Humusgehalte zu anderen Flächen mit ähnlichen Standorteigenschaften. Mach den HumusCheck für Deinen Acker mit: https://humuscheck.thuenen.de/

Strom, Wärme und Wunderdünger.    Besucher aus Marburg-Biedenkopf informierten sich in der Holzverstromungsanlage in Diemelstadt über klimafreundliche Energiegewinnung: Nicht nur CO2-neutral, sondern CO2-negativ! https://www.op-marburg.de/Landkreis/Nordkreis/Holzvergasung-Strom-Waerme-und-Wunderduenger

Christoph Fischer GmbH, EM-Chiemgau: Mit den Landwirten erarbeiteten sie Konzepte und bieten praxiserprobte Lösungen, die eine wirtschaftlich zukunftsfähige Landwirtschaft ermöglichen. Diese Landwirtschaft baut Humus auf , schützt das Grundwasser und nutzt natürliche Kreisläufe, so dass chemische Einträge immer weniger benötigt werden. Und das alles bei guten Erträgen. Die Landwirtschaft hat das Potential weltweit Lösungen für ökologische Krisen anzubieten und trotzdem effektiv zu wirtschaften: https://chiemgau-agrar.de/

Ute Scheub, Haiko Pieplow, Hans-Peter Schmidt, Terra Preta. Die schwarze Revolution aus dem Regenwald;  Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren:  https://www.oekom.de/buch/terra-preta-die-schwarze-revolution-aus-dem-regenwald-9783962380267?p=1

Arte TV: Amazonien, auf den Spuren versunkener Hochkulturen. Dieser Film beschreibt sehr schön, in welchem Ausmaße das riesige Gebiet von ganz Amazonien von Terra preta geprägt wurde und ganze Städte am Amazonas ernährt haben. Durch die Viren und Bakterien, die die ersten Spanier eingeschleppt haben, sind Millionen der Einwohner dort gestorben und zwar sehr schnell. Aber die meterhohen Terra preta Böden blieben. Für eilige Zuschauer: Terra Preta kommt ab 1:14:00   https://www.arte.tv/de/videos/091124-000-A/amazonien-auf-den-spuren-versunkener-hochkulturen/ 

Anita Idel – Die Kuh ist kein Klima-Killer. Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können: http://www.anita-idel.de/

Der Superdünger vom Amazonas:  Die Freie Universität in Berlin belegt die Wirksamkeit der von Indianern entwickelten Terra Preta

Professor Konstantin Terytze und seine Mitarbeiter vom Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Berlin: https://www.maz-online.de/Nachrichten/Wissen/Der-Superduenger-vom-Amazonas

Aus der Trockentoilette in den Blumentopf: Der besondere Humus-Dünger

18.10.2022 ∙ Einfach genial ∙ MDR-Fernsehen

Moderatorin Henriette hat die Firma Finizio in Eberswalde besucht. Das Unternehmen hat sich auf den Bau von Trockentrenntoiletten spezialisiert und ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Humusdünger gewonnen werden kann.

https://www.ardmediathek.de/video/einfach-genial/aus-der-trockentoilette-in-den-blumentopf-der-besondere-humus-duenger/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8zNWIxOWIyMy1jOTk1LTQ4MDYtOWRiYi1jZjIwMDg1ZmFlZGU

Der Pfefferhof im Bayerischen Wald – Wie Terra Preta entsteht

BR Fernsehen, 22.10.2022, 17:45 Uhr, 17 Min

500 Jahre ist er alt, der Einödhof im Lamer Winkel, seit jeher bewohnt und bewirtschaftet von Familie Pfeffer. Wie viele Waldbesitzer kämpfen auch die Pfeffers gegen die Trockenheit und den Borkenkäfer. Doch damit ihr alter Hof erhalten bleibt, haben sie sich etwas Neues einfallen lassen:

das „schwarze Gold“ – wertvolle Erde, die besonders für die nachhaltige Nutzung trockener Böden geeignet ist.           https://www.br.de/mediathek/video/der-pfefferhof-im-bayerischen-wald-wie-terra-preta-entsteht-av:6352e12641d30d0008fe59d0

Die Zeitschrift GARTENFREUND, herausgegeben vom Verlag W. Wächter GmbH, schreibt zum Thema „Terra Preta“ dies:

https://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gartenpflege/terra-preta/?search=true

„Der Superhumus kann Böden wieder fruchtbar machen“;  Kostbarkeiten aus dem Ried; Landwirt Ruckelshaußen
und die Stadtwerke Groß-Gerau gehen neue Wege im Hessischen Ried.    Energiemagazin_2019

Deutsch-schweizer Klimapakt: PYREG liefert NetZero-Technologie für klimaneutrale Fernwärme in Basel.    Klimapakt

Die Farm von Bec Hellouin von Perrine and Charles HERVE-GRUYER, gegründet 2006, zählt zu den bedeutendsten Permakulturfarmen Europas. Die Abenteuer von Perrine & Charles und deren Ratschläge finden Sie in ihrem Buch „Vivre avec la terre“. Die 17 Grundprinzipien des Ökologischen Anbaus haben wir hier für Sie zusammengefasst : Grundprinzipien der Ferme du Bec Helouin

https://www.fermedubec.com/english

Im Rahmen des Forschungsprojektes CarboTIP untersucht die Arbeitsgruppe Geookölogie der Freien Universität Berlin das Potenzial von organischen Rest- und Abfallstoffen im Sinne einer Kreislaufschließung und Schonung fossiler Ressourcen. Im Fokus steht die Herstellung von Pflanzenkohle aus Biomasse. Das Projekt wird im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde durchgeführt und strebt hier die Etablierung eines emissionsarmen und umweltfreundlichen Abfallmanagements an.

https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/carbonthink/index.html

Das Forschungsprojekt „TerraBoGa“ im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin präsentiert sich als besonders wegweisender Beitrag im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 2015 in Mailand. Das Projekt verfolgt den Null-Emissions-Ansatz und das damit verbundene Konzept einer fast vollständigen internen Kreislaufwirtschaft. Die Terra-Preta-Technologie gilt als das Zauberwort für nachhaltige Ressourcennutzung, Klimaschutz und städtischer Landwirtschaft. Mit dem Projekt „TerraBoGa“ ist die AG Geoökologie am Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Forschungspartner der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Pavillon Expo Milano 2015.

https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2015/fup_15_206-kooperation-projekt-terra-boga-expo-mailand/index.html

Endbericht:  Botanischer Garten Berlin entwickelt Verfahren zur Kohlenstoffspeicherung von organischen Rest- und Abfallstoffen;  Dr. Robert Wagner, Freie Universität Berlin – AG Geoökologie (Projektkoordinator)  Botanischer Garten, FU Berlin

Die gute Kohle,       Ein Bericht von Sebastian Drescher

Pflanzenkohle könnte langfristig CO₂ im Boden binden – mit positiven Effekten für die Landwirtschaft. Zertifikate sollen dabei für den Durchbruch sorgen. Energiewendemagazin 9/2021 EWS Elektrizitätswerke Schönau   

https://www.ews-schoenau.de/energiewende-magazin/zur-sache/die-gute-kohle

Hans-Peter Schmidt,   „Pflanzenkohle in der Landwirtschaft“ Vortrag auf der Fachtagung Pflanzenkohle im Nov. 2021 und Artikel in der Agroscope Science, 112, 2021, 1-71,   Hintergründe zur Düngerzulassung und Potentialabschätzung für die Schaffung von Kohlenstoff-Senken Planzenkohle in der Landwirtschaft…….

Mit diesem Zertifikat fördern Sie den Einsatz von Pflanzenkohle in der Allgäuer Landwirtschaft, was Ihren CO2-Ausstoß wieder wettmacht.

Die Herstellung einer Tonne Pflanzenkohle entzieht der Umwelt rund 3 Tonnen CO2 und bindet es als Kohlenstoff. Wird Pflanzenkohle in Wälder, auf Wiesen und Felder ausgebracht, bleibt so das dort gebundene CO2 mindestens 1000 Jahre eingelagert. https://www.biomassehof.de/co2-plus-zertifikat/

Ron Richter/klimafarmer – Von Weinbergen, Pflanzenkohle & Klimaresilienz,  Landwirtschaft als Teil der Lösung https://youtu.be/AOQvMjSY6TI

Walter Danner, Vortrag: „Wasserhyazinthen – unbegrenzt Biomasse für die Karbonisierung“ auf der Fachtagung Pflanzenkohle im Nov. 2021

Aquatische Unkräuter in den Tropen wachsen schneller als alle anderen Pflanzen. Das Problem sind „Ernte“ und 90% Wassergehalt. So wurden die Probleme gelöst und es wird Pflanzenkohle für die Bodenverbesserung und Brennstoff produziert. https://youtu.be/ze9jFF8ugdM

Stadtbaumpflanzung der Zukunft:  Schwammstadt, Stadtbaum-Pflanzung nach Stockholmer Modell (eingebettet in Werbevideo von Sonnenerde) https://youtu.be/p7H4d9zBfN4

Veröffentlicht am 08.04.21 um 11:57 Uhr im hr-Fernsehen;   Quelle: © alles wissen:

Um die Klimaerwärmung einzudämmen, müssen wir nicht nur weniger Treibhausgase ausstoßen, sondern sie auch aktiv aus der Atmosphäre entziehen. Verschiedene Techniken werden erforscht, aber eine ist bereits jetzt anwendbar: das Verkohlen von Pflanzenteilen. Pflanzenkohle speichert nicht nur langfristig Kohlenstoff, sondern macht auch Böden fruchtbarer. Welchen Beitrag kann Pflanzenkohle als sogenannte Negativemission leisten?

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/alles-wissen/sendungen/pflanzenkohle-als-klimaretter,video-147968.html

Kartitsch: Projekt Pustertaler Kulturarten Vielfalt stellt Pflanzenkohle als Bodenschutz in den Fokus

Weil nicht nur die Vielfalt von Kulturpflanzen, sondern auch unsere Böden stark gefährdet sind, trafen sich am Joasa Hof die Fans der Herstellung von Kohle aus pflanzlichen Rohstoffen. Das Netzwerk rund um das grenzüberschreitende Interreg Dolomiti-Live Projekt Pustertaler Kulturarten Vielfalt (PuKuVi, ITAT4143) warnt: „Wind- und Wassererosion, Austrocknung und Versalzung, Verdichtung, Versiegelung und Verschmutzung sind nur einige der Bedrohungen für unsere Böden. Die nachhaltige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit muss ein zentrales Anliegen im Gartenbau und in der Landwirtschaft sein. Pflanzenkohle und damit angereicherter Kompost können hier – neben vielen anderen Strategien –helfen.”  Projekt PuKuVi

UND JETZT RETTEN WIR DIE WELT! ist eine private und geldfreie Intiative für alle. Eine Bewegung von und für Menschen, für Projekte, Organisationen, Einrichtungen und auch Unternehmen, die ihr Leben und die Welt verbessern wollen. Wir wollen mit dir Lösungen für die drei großen Krisen unserer Zeit finden: die individuelle, die soziale und die ökologische Krise. Denn in jeder steckt das Potential für den Wandel zu einer besseren Welt – und Terra Preta ist ein wichtiger Baustein dazu!    https://jetztrettenwirdiewelt.de

Kemptener Pflanzenkohle: Gut für Boden und Klima       Die Kohlekumpels aus Kempten bekämpfen klimaschädliche Gase – mit Pflanzenkohle, die Kohlendioxid bindet. Gleichzeitig soll sie den Boden verbessern, für einen sparsamen Düngereinsatz, ausgeglichenen Wasserhaushalt und eine hochwertige Ernte sorgen.  Von Doris Bimmer und Matthias Lauer  https://www.br.de/nachrichten/bayern/pflanzenkohle-aus-kempten-gut-fuer-boden-und-klima,T2mZcuK

Berufsschüler aus Bamberg bauen eigenen Pyrolyseofen und stellen so fruchtbare schwarze Erde aus Hackschnitzel & Humus her. Im Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Bamberg lernen die Schüler und Schülerinnen nicht nur Mechatronik, Elektrotechnik oder Agrarwirtschaft, sondern auch, wie man nachhaltig die Energiezukunft vorantreibt. Ihr Wissen haben einige Schüler genutzt und einen Pyrolyseofen selbst gebaut. Mit diesem können sie nun besonders fruchtbare schwarze Erde, sogenannte Terra Preta, ganz einfach aus Grobhackschnitzeln und Humus herstellen. Und so viel Ideenreichtum wird dann auch mit dem Bürgerenergiepreis belohnt. https://www.tvo.de/mediathek/video/buergerenergiepreis-oberfranken-berufsschueler-aus-bamberg-bauen-eigenen-pyrolyseofen/

A World class biochar production facilities made in Finland removes CO2 by converting waste biomass into energy.The demo plant of a turnkey solution for biochar and energy co-production in Hiedanranta, in the south of Finland, carbonizes up to 500 kg of wood chips per hour, turning it into 140 kg of biochar. With an optional electrostatic oil separator, the system can produce 100 liters of high-quality pyrolysis oil. The facility can produce 700 tons of biochar and 600 tons of oil per year. Hiedanranta runs a 1 MW district heating plant as part of a municipal heating network.    https://www.carbofex.fi/Home

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